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Diorama für Seenotkreuzer 'ARKONA'

Damit der Seenotkreuzer bei Ausstellungen im rechten Licht steht und als filigranes Modell ein bisschen geschützt ist, entschied ich mich ein Diorama zu bauen. Verschiedene Abschnitte sollten vorhanden sein. So plante ich auf einem Stück Papier die grobe Umgebung und deren Einteilung wie Campingplatz mit Strand, Restaurant, Hafengelände mit Parkplatz und weiteren kleinen Umgebungen.
  
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Da das Modell im Massstab 1:72 gehalten ist, entschied ich mich, das komplette Diorama im Modelleisenbahn-Massstab H0 1:87 zu gestalten. Hier sind alle möglichen Zubehörteile im Handel erhältlich.
 
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Technische Daten:
Länge:              122 cm
Breite:                40 cm
Höhe:                 30 cm
 
Die Grundplatte besteht aus einer entsprechenden Sperrholzplatte, dies gilt auch für die Rückwand und die Seitenwände. Der Boden wurde 5 cm erhöht. Dadurch bekam ich im Nichtwasserbereich einen doppelten Boden für die Installationen.

Alle Wohnwagen, Gebäude und Strassenlampen sind funktionsfähig und können über ein externes Schaltpult, dass über ein altes PC-Kabel mit 25 Pool-Stecker verbunden ist, bedient werden.
 
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Weiters gibt es im Restaurant einen funktionsfähigen Brunnen (Wasserimitation). Auf dem Spielplatz eine Kinderwippe und im hinteren Eck auf dem Parkplatz ein Fotograf, dessen Kamera immer wieder blitzt. So vermittelt das ganze Diorama ein bisschen Leben. – Alle Kabel laufen im Doppelboden zusammen.

Als Wasser wurde eine Struktur-Akrylglasplatte 3mm Dicke verwendet. Diese sieht aus wie der Wellenschlag im Wasser. Wo das Schiff ankert ist ein Ausschnitt vorhanden, das Modell kann einfach ins ’Wasser’ gesetzt werden.
 
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Weiters habe ich in der Hafenmole eine Bodenbeleuchtung mit LED-Band 12V eingebaut. Hierfür musste in den Boden ein Schlitz gefrässt werden, das LED-Band eingelegt und mit Spachtelmasse das Ganze wieder verspachtet, dies ohne die LED’s zu verdecken.

Als Boden im Hafenbereich verwendete ich selbstklebende Platz-Folie im Design ’Besetztungssteine’. In den Bereichen der LED’s mussten wieder entsprechende Aussparungen geschnitten werden.
 
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Feiner weisser Sand vom Urlaub in Sardinien nutzte ich gleich als Strand. Mauern aus dem Modelleisenbahn-Zubehör zieren die Hafenmole. Mit 4mm Mahagoni-Furnier bildete ich einen sauberen Abschluss.
 
Im Restaurant gibt es nebst der Beleuchtung eine komplette Inneneinrichtung mit Teller inklusive Speisen und Gläser auf den Tischen. So entstand ein richtiger Betrieb ähnlich einem schönen Sommertag.
  
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Auch eine Kleingruppe, die gerade mit einem Bier zuviel das Lokal verlässt, ist zu finden. So kann man an verschiedenen Orten die eine oder andere Szene herstellen, damit der Betrachter immer wieder was Neues findet.

Am Hafen musste auch noch eine Slipanlage installiert werden. Damit die Campingbesucher auch gleich ihr Boot einwassern können.

Da ich in meiner Krabbelkiste noch Modeleisenbahn-Wagen fand, gab es auch gleich noch ein Abstellgleis. Zu einem späteren Zeitpunkt fand ich noch in einem Shop eine defekte Rangierlok, die wunderbar zum Gesamtbild passte.
  
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Die Rückwand des Diorama überzog ich mit einem Hintergrund aus dem Modellbahn-Zubehör. Am Himmel wurden noch mit Akapunkturnadeln fliegende Vögel platziert. Sitzende Vögel findet man auch auf dem Gebäude oder auf Laternen.
 
Die Bauarbeiten sind noch nicht ganz abgeschlossen und immer wieder kann das eine oder andere Detail dazu verbaut werden. Hier kann der Fantasie freien Lauf gelassen werden.
  
Ein tolles Projekt, das an Ausstellungen von den Besuchern immer wieder genau unter die Lupe genommen wird.
 
 
Weitere Fotos findet Ihr im Fotoalbum: