MODELLWERFT.CH

Anmeldung

Tonnenleger "Tsekoa II"

Ich konnte das Baukastenmodell 'TSEKOA II' (Krick) von einem Vereinskollegen übernehmen. Dieser hatte das Modell bereits wunderschön fertig gebaut. Da ich jedoch die bestehenden Funktionen erweitern oder umbauen wollte, wurde die Technik komplett neu aufgebaut. Lediglich die zwei Motoren und das Ruderservo blieben bestehen.

 

tsekoa hafen

 

Ein neues Bauprojekt war geboren. Und der Tonnenleger 'TSEKOA II' bildet eine optimale Grundlage für ein Funktionsmodell.

Als erstes wurde die restliche Technik, die noch vorhanden war, zum Teil ausgebaut. Ich wollte unbedingt einen neuen Führerstand mit einem Kapitän. Bald merkte ich, dass man das Dach mit den versteckten Schrauben öffnen konnte, und ich mir so den nötigen Zugang verschaffte konnte.

Jetzt konnte ich daran gehen, ein modernes Armaturenbrett aufbauen. Die Abbildungen der Instrumente wurden aus dem WEB genommen und farbig in der gewünschten Grösse ausgedruckt. Als Träger dienen 0,5 ABS-Platten, die auf die Grösse der Instrumente ausgesägt und geschliffen wurden. Die Grösse der Displays wurde ebenfalls ausgespart, damit die Beleuchtung später auch die gewünschte optische Wirkung hat. Das ganze Armaturenbrett wurde ebenfalls aus 1 mm ABS hergestellt und grau lackiert. Da ich alles separat aufgebaut hatte, konnte ich diese Arbeiten bequem ausserhalb des Steuerstandes erledigen.

 

fhrerstand 

Im Steuerstand wurde, da wo das Armaturenbrett später montiert wird, ebenfalls eine Aussparung mit dem DREMEL gefräst. Der Hohlraum darunter wurde schwarz lackiert, damit bestimmt kein Licht mehr durchschimmern konnte, wenn die Instrumente beleuchtet sind. Im Armaturenbrett sind noch diverse 1.9 mm LED verbaut. Diese sollen nach der Fertigstellung die Kontrollleuchten der verschiedenen Beleuchtungen am ganzen Modell bilden. Wichtig ist hier, dass ein grösserer Vorwiderstand als berechnet verwendet wird, sonst hat man den ganzen Steuerstand rot oder grün beleuchtet, wir wollen ja keine Disco!

 

kartentisch 

Weiters wurden zwei Lauflichter mit LED installiert für die beiden Radarschirme. So drehen diese analog mit den bestehenden beiden Radarantennen auf dem Dach. Weitere Details schmücken den Führerstand wie: beleuchteter Bildschirm an der Decke, neuer Kartenstand mit Laptop und kleiner Feuerlöscher. Damit die Kabel and der Decke des Führerstandes nicht zu sehen sind, wurde eine zweite Decke aus 5.5 mm ABS mit kleinen Abstandsplättchen eingepasst. Diese wurde mit alten Handyschrauben befestigt, so dass jederzeit Wartungsarbeiten möglich sind. Dami konnten diese Arbeiten abgeschlossen werden und alles wurde fertig zusammen gebaut.

Auf dem Deck, hinter dem Steuerstand, plazierte ich einen Matrosen (umfunktionierter Preiser-Bahnarbeiter), der einem Schlauch auf einem Podest bekam. Unten ist eine Mechanik, die ich von einem Modellbaukollegen beschaffen konnte. Diese kann endlos drehen und kein Schlauch verwickelt sich im Modell. Einfach genial das Teil. Der Arbeiter am Steuerpult wurde ebenfalls ausgewechselt gegen einen passenden Mitarbeiter. Es folgten noch Innenbeleuchtung, funktionstüchtige Deckbeleuchtungen, aktive Scheinwerfer etc.

   

 matrose  schweisser

 

Die Verkabelung wurde mittels 25 Pool SUB-Stecker zum Schiff verbunden.  Im Deckshaus dienen Print- platten (vorgedruckte Streifen) als Verbindungen von der Verkabelung zum Verbindungskabel. So können sauber alle Installationen zusammengefasst und verlötet werden.

Im Modell wurden zwei neue Regler installiert, damit mittels Mischer die beiden Motoren unabhängig gesteuert werden können. So kann gut manövriert werden, ohne dass ein Querstromruder vorhanden ist. Weitere Einbauten sind die Pumpe für den spritzenden Matrosen, Soundmodul  mit Verstärker (Graupner) und vier Kleinstregler (Conrad) für diverse Sonderfunktionen wie Kran, drehender Matrose etc. So können alle Funktionen sehr fein und sauber gesteuert werden. Die Pumpe wird über einen einfachen elektronischen Schalter ein/aus gesteuert.  Damit die Schlauchverbindung zum Deckshaus getrennt werden kann, wurde ein  Benzinfilter (Modellflug) eingebaut.

Als Akku verwendete ich bestehende Akkupacks 7.2V für Fahrmotoren, Soundmodul und Pumpe (12V) aus meinen anderen Modellen. Für die weiteren Sonderfunktionen wurde noch ein 6V Akku eingebaut. Vorne auf dem Deck habe ich noch einen Schweisser montiert, der gerade bei der Arbeit ist. Eine entsprechende Schweisselektronik und eine blaue SMD-LED bewirken das wirkliche Arbeiten. Damit auf Ausstellungen ohne Steuerung auch alles funktioniert, kann ich den Schweisser noch zusätzlich manuell steuern. So kann er den ganzen Tag vor sich hin schweissen und die Zuschauer haben ihren grossen Spass daran.

Auf die Fahrsaison 2010 habe ich den Rest wie vorhanden in Betrieb genommen, so dass das Modell 2010 (August bis Oktober) seine ersten Runden drehen konnte. Das Modell ist durch die vielen Funktionen etwas unter der Wasserlinie, zeigt jedoch in Fahrt ein sehr schönes Fahrbild.

Nun hat die Bausaison wieder begonnen, und sicher wird in diesem Winter das eine oder andere Teil wieder  dazu kommen. Eines der grösseren Vorhaben ist, den Kran mit stabileren Funktionen und auslegenden Armen zu bauen. Ob dies mit dem bestehenden Schiff oder mit einem Neubau verbunden ist, habe ich noch nicht entschieden. Weitere Infos folgen.

 

Film auf Youtube hier zu finden