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Leuchtturm im Massstab 1/32

Schon seit längerer Zeit kam der Wunsch auf, einen Leuchtturm im Massstab 1:32 für Ausstellungen zu bauen. Der Leuchtturm könnte zum Modell ’TSEKOA II’ gestellt werden und ergäbe eine richtige Diorama-Umgebung.

 

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Wie der Zufall es wollte, stolperte ich an einem Flohmarkt über einen Dekor-Leuchtturm, den ich immer wieder an Ausstellungen sichtete, doch käuflich war dieser bereits vergriffen. Für 8 Franken war er mein Eigentum. Und bereits auf dem Heimweg war ich mit der Planung beschäftigt und was daraus werden sollte.

 

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Zuhause angekommen wurde logischerweise sofort ein Test durchgeführt. Er funktionierte, stotterte aber. Nach einer kleinen Revision und schmieren aller beweglichen Teile funktionierte der Leuchtturm wieder einwandfrei. Der weisse Kunststoff war allerdings mächtig vergilbt. Ich spritzte kurzerhand die weissen Flächen, alles erstrahlte wieder in alter Frische. Das Dach wurde innen noch schwarz gemalt, damit das Licht ganz nach aussen heraus strahlte. Eine Tür- und Fenster-Attrappe wurden noch montiert. So sah das Ganze einem echten Leuchtturm schon sehr ähnlich.

Ein Stelltest mit einer 1.32 Figur zeigte, dass diese sich wunderbar zu diesem Massstab eignete. Da der Leuchtturm nicht sehr hoch ist, musste noch eine kleine Landschaft mit Erhöhung dazu. Aus Resten von Holz, Gitternetz und Landschaftsmaterial aus dem Modelleisenbahn-Bereich wurde eine entsprechende Landschaft modelliert.

 

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Auf dem Podest, wo der Leuchtturm steht, sollte mit einem Lebhag ein schöner Abschluss entstehen. Da alle Artikel im Modelleisenbahn-Zubehör stark auf den Massstab 1:87 ausgelegt sind, musste eine andere Lösung her. Ich fand Material, das man zu einem Busch formen kann.

 

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Als Grundkörper diente eine Holzleiste mit den Massen 20x10 mm. Diese wurde in etwa in die geforderte Rundung geschnitten und zusammengesetzt. Nun das Ganze mit Heissleim und dem Buschmaterial überzogen, schon hatte ich das geforderte Resultat. Der Fussweg wurde mit Granulat vermengt mit Weissleim gestreut und die Felsen eingegossen. Am Schluss wurden noch die Grünflächen begrünt und schon stand die Landschaft fast fertig vor mir.

 

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In einem Gebrauchtmarkt für Modelleisenbahnen fand ich noch alte ’Märklin’-Laternen, die gut zum Massstab passten. Nach dem diese ebenfalls in neuem Lack glänzten, konnten entsprechende Stellplätze gesucht werden, die Verkabelung erfolgen, denn am Schluss soll ja das Ganze noch bei Nacht leuchten.

 

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Auf dem Vorplatz des Leuchtturmes ziert noch eine Sitzbank aus Restenholz die Umgebung. Sitzende Figuren von ’Preiser’ haben es sich hier bereits gemütlich gemacht.

 

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Nun folgten noch weitere kleine Ausschmückungsgegenstände, so dass das Leuchtturm-Ensemble eine schöne Erweiterung bei den Ausstellungen darstellt.

 

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Die komplette Technik fand im Inneren des Hügels seinen Platz. Der eingebaute Schalter und die Steckerbuchse im Leuchtturm wurden entfernt und die Löscher durch die schwarze Bildplatte als Serviceschacht verdeckt. Die Steckdose wurde in den Aufbau montiert und der Stecker in den Leuchtturm. So kann der Leuchtturm für den Transport einfach ausgesteckt werden. Die Laternen wurden mit einem alten Notbooktrafo 15 V gespiessen. Der Serviceschacht im hinteren Teil wurde mit einer schwarz lackierten Aluplatte abgedeckt. Vorher fanden noch zwei Schalter in der Aluplatte ihren Platz, damit die Laternen und der Leuchtturm ein-/ausgeschalten werden können. Ein 230 V Kabel wurde für die Speisung direkt aus dem Hügel geführt. So sind fast keine störenden Kabel vorhanden.

 

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Zusätzlich kommt noch ein kleines Brett mit dem Mass 38.5 x 30 cm neben an. Hier ist noch ein kleiner Landungssteg montiert und der Zugang zum Wasser nachgebildet. Gleichzeitig entsteht nochmals eine kleine Rasenfläche, so dass meine Kühe, die ich schon lange mal auf einem Flohmarkt für 2 Franken erworben habe, ihren Platz bekommen.

 

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Zum Schluss werden noch die Figuren verteilt und platziert. So bekommt das komplette Diorama noch das entsprechende Leben.

Nach einem Aufwand von etwa 35 Arbeitsstunden ist das kleine Diorama mit den Grundmassen 38.5 x65.5 cm in zwei Teilen fertig. Die Höhe beträgt inklusive Leuchtturm 46 cm, das Plato ist 14 cm hoch. Durch die Teilung kann das ganze Modell sehr kompakt in einer Transportkiste an die Schaufahren mitgenommen werden.

 

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Für einmal ist ein Modell entstanden, welches zwar nicht schwimmt, aber beim Bau sehr viel Freude bereitet hat. – Ich wünsche Euch viel Spass bei einer eventuellen Nachahmung!

 

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