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Overall August 2010

Bei uns im Unternehmen gibt es eine Mitarbeiter-Zeitung (1'500 Exemplare), wo zweimal im Jahr erscheint. Und immer wieder werden Hobby von Mitarbeitenden vorgestellt. Da ich gerade ein Projekt mit unserer kommunikationsverantwortlichen Person hatte, kamen auch aussergeschäftliche Themen zur Sprache. So war schnell klar, dass ich mit meinem Hobby in einer der nächste Ausgabe ein Interview geben musste. Dann stand auch promt einen Tag vor meinen Sommerferien eine Journalistin da, und ich durfte all ihre Fragen beantworten. Zum Schluss noch ein paar Bilder und ich durfte mit gutem Gewissen in die Ferien.

 

 roger held-portrt 

Im Anschluss findet Ihr den entsprechenden Text.

 

Der komplette Pressebericht ist unter folgendem link als pdf. zu finden (2.3 MB)

 

Link zum Fotoalbum:

 

PERSÖNLICH: NACHHALTIGKEIT

(Headline) Wie aus alten Handys motorisierte Modellschiffe werden

(Subheadline) Roger Held, Account Manager Telecom Services, Telecom Services

(Lead) Wenn Roger Held mit seinem 9-jährigen Sohn oder seiner 11-jährigen Tochter Modellschiffe baut, hält er sich bewusst im Hintergrund. Die Kinder sind die Baumeister, Roger Held der Hilfs- -arbeiter – nicht so wie in seiner Kindheit: Zusammen mit seinem Vater baute er als Schüler Modelleisenbahnen, durfte aber immer nur zuschauen und helfen. Das gab den Ausschlag dafür, dass der Junge sein ganzes Taschengeld zusammensparte, um sich damit ein eigenes Hobby zu leisten: Schiffsmodellbau. Sein erstes Schiff, für das er 600 Franken gespart hatte, setzte er mit 14 Jahren auf den See – und es versank auf Nimmerwiedersehen.

(Copytext) Nach dieser ersten, etwas missglückten Erfahrung musste Roger Held ein Jahr sparen und warten, um sein Hobby weiterzuführen zu können. Die Faszination, in der Werkstatt zu stehen und über filigraner Technik zu brüten, hielt ihn bei der Stange. Auf die Frage, weshalb er nicht beispielsweise auf den Modellflugzeugbau umgestiegen ist, antwortet der Familienvater: „Mein Schlüsselerlebnis war, dass ich als Kind einem Jungen zuschaute, wie er sein Modellflugzeug steigen liess. Er hatte 100 Stunden daran gearbeitet und dann stürzte es ab. Da entschied ich, dass ich lieber bauen möchte als reparieren. Deshalb die Schiffe.“. Und obwohl sein erstes Schiff danach versank, blieb er dabei. Vielleicht, weil er ihm nicht zusehen musste, wie es am Boden zerschellte, wie es bei einem Flugzeug der Fall gewesen wäre.

Ausgediente Handys als Ersatzteillager

Eines Tages kam dem Account Manager von Telecom-Services die Idee, ausgediente Handys wieder zu verwerten: Seither fahren seine Schiffe mit Fibramotoren, die eigentlich die Handys vibrieren lassen, seine kleinen Kapitäne werden von Displayscheiben gegen Wind geschützt und winzig kleine Handyschrauben halten Teile des Schiffes zusammen. „Vor allem die Schräubchen kann ich immer wieder brauchen, die gibt es im Fachhandel nämlich nicht oder nur sehr schwer“, erzählt Roger Held. Auch alte Radio- und Druckerteile verwertet er neu – bei ihm wird nichts entsorgt, das nicht auf irgendeine Weise für seine Schiffsmodelle brauchbar sein könnte.

Spannendere Probleme im Keller

Seit 30 Jahren ist der 45-jährige Mitglied im 'Modell-Schiffbau Club Basel'. Hier tauscht er sich mit Gleichgesinnten aus, fachsimpelt, gibt die neusten Tricks und Erfindungen weiter und holt sich Ratschläge für kleinere Modellbauprobleme. Es gibt sogar Wettbewerbe, an denen sich Modellschiffbauer aus aller Welt treffen und ihre Schiffe gegeneinander antreten lassen. Roger Held möchte sich aber nicht mit anderen messen. Ihm sind der Spass an der Sache und die Zeit für seine Familie wichtiger. Er erklärt: „In meinem Keller, den ich zur Werkstatt umfunktioniert habe, kann ich alles um mich herum vergessen. Da kann ich mich mit spannenden Problemen beschäftigen, im Sommer kann ich am See die Schiffe fahren lassen und bin in der Natur. Was will ich mehr?“.