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Hafenanlage

1. Ausgangslage:

 In den 80er Jahre entschloss sich der 'Modell-Schiffbau-Club-Basel' für das Schaufahren eine kleine Hafenanlage zu bauen. Es konnten zwei Jungmitglieder (Roger Held und Simon Schläpfer) für diese Aufgabe gewonnen werden. Die erste Hafenanlage entstand mit Styroporplatten, umrandet mit Holzlatten. Einfache Verbindungen dienten, um die Elemente zusammen zu bauen. 

 

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Doch bereits nach wenigen Einsätzen löste sich die Anlage auf, und als bei einer Ausstellung sich ein Modellbauer auf der Hafenmole abstützen wollte, hielt auch der Styropor dem Widerstand nicht halt. Glücklicherweise konnte sich der Modellbauer noch retten ohne unfreiwilliges Baden zu gehen. Somit war die Lebensdauer unseres ersten Hafens nach wenigen Jahren beendet.

 

2. Das neue Hafenprojekt (ebenfalls in den 80er Jahre)

Ein neues Projekt wurde geboren, doch dieses Mal mit dem Ziele, dass die Lebensdauer massiv verlängert wird. Als Grundmaterial wiederum Styrophamplatten (blaue und weisse) vom Baumarkt (1250x600 mm und einer Dicke von 50 mm). Damit nicht wieder etwas zu Brüche gehen konnte, spendete die Vereinskasse von einer Metallbaufirma abgewinkelte Aluplatten nach unseren Massen. Die Hafenanlage ist im Massstab 1:22,5 gebaut.

Die Styrophamplatten wurden mit Alu überzogen. Für die Verbindungen verwendeten wir Elektrorohre Typ 'KIR 11' und 'KIR 9'. Die passen ineinander und so konnten die 'KIR 11er'-Rohre in die Platten eingepasst werden. In den Aluminiumplatten mussten noch entsprechende Aussparungen vorgesehen werden, damit nach dem Zusammenleimen auch die 'KIR9er' Rohre in die KIR11er' gesteckt werden konnte. Für die Rohre der Steckverbindungen, wurden zwei Rohre verlegt. In der Mitte wurde zusätzlich ein drittes Rohr für die Elektroleitung verlegt. So konnten wir die Positionslichter an der Hafeneinfahrt sowie die Elektroleitungen der Hafeneisenbahn im Hafeninnern am 'Land' verlegen. Gleichzeitig gibt dies uns die Garantie, dass die einzelnen Module schön zusammen bleiben und sich die Steckverbindungen nicht lösen.

  

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Einzelne Module:

Das System wurde so modular aufgebaut, dass zu jeder Zeit nur ein Teil des Hafens aufgebaut werden kann. Ebenfalls ist bei Bedarf ein Erweiterung des Hafens möglich. So können zum Beispiel nur die Basismodule und die Längsmodule erweitert werden, damit wird der Hafen einfach je um ein Modul (1250 mm) breiter. Sollte der Hafen auch noch an Tiefe gewinnen, so müssen die beiden Längsmodule links und rechts erweitert werden.

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Da wo im Innern der Module ein Eck vorhanden ist, mussten für die Elektrorohre 90°-Kurven in die Rohre gebogen werden. Hierfür gibt es beim Elektroinstallateur Biegefedern, damit können diese 'KIR'-Rohre in die gewünschte Form gebracht werden. Stehen keine solchen Biegefedern zur Verfügung, können auch Fertigbögen, die ebenfalls im Baumarkt erhältlich sind, beschafft werden. Die Steckverbindungen müssen keine Kurven besitzen, da ja nur Teilrohre 'KIR9' eingesteckt werden.

 

Oberfläche des Alu:

Die Oberfläche der Aluminiumplatten wurden im ersten Schritt geschliffen und anschliessend fettfrei gereinigt. Im Anschluss wurde graue Farbe mit beigemischtem Sand auf die Oberfläche gestrichen. Damit wurde die Oberfläche schön rau und gleicht einer natürlichen Beschaffenheit. Die Kanten der Hafenmolen wurden nur mit grauer Farbe glatt gestrichen. An den Hafeneinfahrten und an einem Eck wurde mit künstlichem Rasen (ist als Modelleisenbahn-Zubehör erhältlich) gestreut und im Anschluss wasserfest lackiert.

 

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Auf der Hafeninnenseite wurde noch eine Halbrundleiste als Scheuerleiste montiert. So werden die Modelle nicht gleich bei der ersten Hafenberührung beschädigt.

 

Poller auf der Hafenanlage:

Die Poller wurden aus Aluminium gedreht (dank des Drehbankes unseres Mitglieds Severin Schmid). Auf der Unterseite ist ein Loch mit Gewinde angebracht. So konnten die Poller vor der Verleimung mit der Styro- phamplatte angeschraubt werden. Diese sitzen sehr fest auf der Hafenmole und Modelle können sicher befestigt werden.

 

Dekor der Hafenanlage:

Die Ausrüstung und Dekoration auf der Hafenanlage bestehen aus einer LGB-Modelleisenbahn, die lose aufgebaut ist. Der Zug ist so gesteuert, dass er mit Endschaltern automatisch den ganzen Tag hin und her fährt. Diese werden von Alexander und Michael Engler zur Verfügung gestellt, die ebenfalls auch eine Gartenbahn besitzen. Weitere Dekorationen stammen teils von Modellbahnzubehör (Gebäude) oder von Playmobil (Kran, LKW, Camper etc.)

 

Aufbau der Hafenanlage:

Da die gesamte Anlage modular aufgebaut ist, kann diese mit einfachen Handgriffen und ohne Werkzeug aufgebaut werden. Sollte die Anlage auswärts verwendet werden, können auch nur Anteile aufgebaut werden. Wir sind damit auf neue Bedürfnisse und Anforderungen immer bereit und gewappnet.

 

Zusammenfassung:

Dieser Bericht sollte eine kleine Übersicht über die Hafenanlage des 'Modell-Schiffbau-Club-Basel' geben und vielleicht eine Anregung zur Nachahmung sein. An Schaufahren macht es allen Anwesenden immer wieder Spass sich in einer fast realen Umgebung mit ihren Modellen zu bewegen. Weiter ist es für die Besucher auch viel spannender, die Modelle in einer Modelllandschaft vorzufinden, anstatt nur in einem 'kahlen' Gewässer.

  

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Vielleicht werden in Zukunft auch noch das eine oder andere Element zum Hafen dazu wachsen, So wie ein zweiter Hafen im Massstab 1:50 im Jahre 2009 durch ein Mitglied (Theo Maurer) dazu gekommen ist, oder separat eine komplette Slip-Anlage zur Einwasserung von Amphibienfahrzeugen oder Schiffsmodellen auf Trailern. Dazu siehe separate Bauberichte.

 

Detaillierte Infos zum download findet Ihr hier: (Datei 4MB gross)

 

Weitere Fotos findet Ihr im Fotoalbum

 

Weitere Infos auch unter: www.hafenmodelle.de